Hintergrund
Der direkte Zugang zu betrieblichen Ausbildungsplätzen gelingt Abgängern von Hauptschulen immer seltener. Sie münden nach Abschluss der Schule häufiger in berufsorientierende und berufsvorbereitende Maßnahmen ein.
Die abnehmende Ausbildungsbereitschaft der Betriebe wird mehr denn je der mangelnden Ausbildungsreife der Schulabgänger angelastet, die Verantwortung dafür wird oft den Schulen zugeschrieben.

Um die Chancen der Schulabgänger aus Hauptschulen auf betriebliche Ausbildungen zu verbessern, sind alle beteiligten Akteure gefordert.
Handlungsbedarf besteht
- aufgrund der gestiegenen Qualifikationsanforderungen der Ausbildungsberufe
- wegen der häufig konstatierten mangelhaften Ausbildungsreife vieler Bewerber, was erkennbar ist an den mangelhaften Übergangsqouten in duale Ausbildung direkt nach der Hauptschule
- aufgrund des sich bereits heute aufzeigenden Fachkräftemangels
- in der nahen Zukunft da die Potenziale und Leistungsfähigkeit der Hauptschule als praxis- und lebensweltnahe Schulbildung durch ihr Imageproblem verkannt werden.
Fazit
- Unsere Gesellschaft und insbesondere die Wirtschaft kann es sich nicht länger leisten, über eine "reine Bestenauslese" die Ressourcen und Potenziale auch von zunächst leistungsschwächeren Schüler zu übergehen.
- Eine verstärkte Berufsorientierung und damit auch Anschlussorientierung der Schulen ist notwendig.
Voraussetzung für das Gelingen ist
- eine qualitativ gute Kooperation mit außerschulischen Partnern (insbesondere mit der lokalen Wirtschaft)
- ein durchgängiges systematisches Konzept einer schulischen Berufsorientierung und Berufsvorbereitung
- darauf aufbauend, die Einführung eines schulischen Übergangsmangements.
Diese Aufgaben kann Schule nicht alleine bewältigen.
